2017

Spiel, Satz und Ente – Das Pinnower Ententurnier 2017

 

 

„Ente gut, alles gut.“  sagte sich Silke Hasselmann beim traditionellen Turnierhöhepunkt und meinte es genau so. Ihre vier - nun ja - nicht ganz siegreich gestalteten Spiele brachten ihr unangefochten Platz 24 und damit die Rote Laterne ein, was die Freude am gemeinsamen Entenessen jedoch keineswegs trübte. Es wäre auch zu schade gewesen, denn das gebratene (ehemalige) Federvieh schmeckte ganz ausgezeichnet. Außerdem ging es um den Spaß am Spiel, und den hatte ausnahmslos alle Teilnehmer, darunter drei Parchimer Tennisfreunde.

 

Manche sehr kurzfristige Absagen forderten flexible Reaktionsfähigkeiten von den Organisatoren und auch von Sportwart David Bähr. Doch das gelang bestens. Jeder Teilnehmer hatte vier Spiele à 30 Minuten zu absolvieren, wobei das  Computerprogramm dafür sorgte, dass die Doppelpartner und -gegner stets wechselten.  

 

Am Ende konnten elf Spieler wenigstens einen Sieg davontragen, darunter mit Angret und Eberhard Hölzer die beiden ältesten „Enten“ dieses Turniers. Großer Beifall und eine Flasche Sekt waren  dem nimmermüden Eberhard gewiss, der in Vertretung seiner Frau sogar zwei weitere Spiele absolvierte.

 

Willi Sandmann und Conrad Kretschmar waren derweil die Einzigen, die sich mit einer ausgeglichenen Bilanz von 2 Siegen und 2 Niederlagen ans Entenessen machen konnten. Sieben Teilnehmer – darunter fünf Frauen – verbuchten ein Plus  von jeweils drei Siegen bei nur einer Niederlage.

 

Genauso bemerkenswert freilich der Blick auf den obersten Teil des Tableaus. Wie Vereinsvorsitzender Jens Zingler bei der Preisübergabe zu Recht anmerkte, hat es Andreas Rändler mit links geschafft, alle seine vier Spiele zu gewinnen. Das ist deshalb erwähnenswert, weil Andreas trotzt einer Verletzung seines rechten Armes nicht vom Tennis lassen wollte und seine Vorhand kurzerhand auf links umstellte. Wer weiß, ob der dritte Platz beim Ententurnier 2017 für den „Rafa Nadal des TCP“ nicht der Anfang eines neues Karriereabschnitts ist…

 

Weil er bei seinen vier Siegen ein besseres Spielverhältnis aufweisen konnte, kam Rainer Pärisch auf Platz 2 ein. Zu Recht  stolz, erwies sich Raini wieder einmal als Gentleman, als er zu einer kurzen Rede anhob und all seinen Doppelpartnerinnen dankte.

 

Die Spitzen-Ente 2017 heißt Marcus Schnell. Spätestens jetzt müssen alle Sportsfreunde neidlos anerkennen, dass sich die Teilnahme an der von Marcus organisierten „Offenen Mittwochsrunde“ bezahlt machen kann. Allein sechs Mittwochsspielerinnen und -spieler zählen zu den zehn vorderen Pinnower Tennis-Enten.

 

 

Auch in der Halle super: Ein Tennis-Landesmeister kommt aus Pinnow

Die Nachricht verbreitete sich rasch unter den aktiven Vereinsmitgliedern des TC Pinnow und sorgte für viele herzliche Gratulationen. Empfänger: Jens Thamm. Der bereitete sich wenige Tage vor seinem  Geburtstag selbst ein großartiges Geschenk dadurch, dass er von der dreitägigen Senioren-Hallenlandesmeisterschaft in Stralsund (10.-12.11.2017)nichts weniger als den Meisterpokal in der Konkurrenz „Herren 50“ nach Hause brachte.

Das Starterfeld war mit 16 Meldungen vollbesetzt. Gespielt wurde im k.o.-System. Wer das Finale erreichen wollte, musste zuvor drei Spiele erfolgreich gestalten. Schon das gelang dem an Position 1 gesetzten Pinnower durchweg überzeugend, der keinen einzigen Satz und insgesamt nur wenige Spiele abgab. Im Endspiel kreuzte Jens „Tammi“ Thamm die Klinge bzw. den Schläger mit Dan Eriksson vom TV Blau-Weiß Karlshagen.  Der hatte kurz zuvor in seinem Halbfinale den mitfavorisierten Schweriner Werner Urbanek geschlagen, dem konzentriert und kompromisslos spielenden Pinnower jedoch nicht mehr viel entgegenzusetzen.  Jens Thamm gewann schließlich auch das Finale in zwei Sätzen (6:0, 6:2). Damit geht er nach 2014 zum zweiten Mal  als Einzel-Landesmeister in die gerade beginnende Mannschafts-Hallensaison.

Bei den Damen 40 kann sich Silke Hasselmann vom TCP über ihren dritten Platz freuen, zumal nur ein knapper Match-Tiebreak sie vom Silberpokal trennte. Gute  Spiele legte auch André Sandmann (Herren Aktive) hin, ehe er sich im Viertelfinale des qualitativ gut besetzten 16er Feldes mit dem  Neubrandenburger Philipp Hölzel dem späteren Landesmeister geschlagen geben musste.

Mit Steffen Panzer und Jens Zingler hatten sich nur noch zwei weitere Pinnower Tennisfreunde für die Hallenmeisterschaften 2017 des Tennisverbandes Mecklenburg-Vorpommern gemeldet. Da geht künftig sicher mehr. Die nächste Chance auf Landesebene bietet sich jedenfalls im Sommer, wenn der benachbarte Schweriner Tennisclub Gastgeber für die  Sandplatzmeisterschaft sein wird.

sh

 

MV Schulen schlagen sich in Berlin wacker

„Berlin war eine Reise wert!“ So lautete das Fazit der beiden Schulmannschaften, die unser Bundesland und den Tennisverband MV bei der 2017er Ausgabe von Jugend Trainiert Für Olympia in der Hauptstadt vertreten haben. Die Leistungen unserer beiden Schulmannschaften hielten sich im zu erwartenden Rahmen.
Die Mädchenmannschaft der CJD Christophorusschule Rostock (TC BW Rostock) war in den ersten beiden Runden gegen Rheinland-Pfalz und Hamburg ohne wirkliche Chance. In den Platzierungsspielen jedoch konnten die jungen Tennisspielerinnen jederzeit mithalten und gewannen zunächst gegen Sachsen-Anhalt deutlich mit 6:0. Im finalen Spiel um Platz 13 gegen die John-F-Kennedy-Schule Berlin spielten sie absolut auf Augenhöhe mit, mussten sich aber schließlich mit einem knappen 2:4 geschlagen geben.

Das Jungenteam wurde vom Gymnasium „Am Sonnenberg“ Crivitz (TC Pinnow) gestellt. Die Jungen verloren ihr Auftaktspiel gegen die Heinrich-Böll-Schule Berlin erwartungsgemäß. Die Berliner gehörten zu den Top-Favoriten und belegten mit einer unglücklichen Niederlage im Halbfinale gegen den späteren Sieger aus Baden-Württemberg letztlich Platz 3. Das zweite Spiel gegen Thüringen stand bis zum Schluss „auf des Messers Schneide“. Beim Gesamtstand von 3:2 für uns musste das letzte Doppel entscheiden. Durch die schlechteren Nebenpunkte wäre ein 3:3 eine Niederlage für uns gewesen. Aber: Unsere Jungen wehrten beim Stand von 6:7 (langer Satz bis 8) zwei Matchbälle ab und gewannen schließlich noch mit 9:7.
In den weiteren Platzierungsspielen gab es gegen Schleswig-Holstein und Hessen die zu erwartenden hohen Niederlagen. Was aber unter anderem auch eine Folge von Verletzungspech auf MV Seite war. Mit Platz 12 im 16er Feld wurden die MV Jungs auf jeden Fall den Erwartungen gerecht.

Punkte, Preise und Pokale:

14. DELLO-Cup  des TC Pinnow wieder großer Erfolg

Er findet alljährlich am zweiten August-Wochenende statt und ähnelt mittlerweile einem großen Familienfest – mit der Besonderheit, dass sich auch wirklich alle Teilnehmer aus Hamburg bis Bad Wilsnack auf das Wiedersehen freuen: Der DELLO-Cup für Freizeitsportler, ausgetragen auf den sechs bestens präparierten Sandplätzen des TC Pinnow und abgerundet durch ein gemeinsames Abendessen samt  Disko. Auch bei dieser vom Wettergott letztlich nachsichtig begleiteten 14. Ausgabe ging es ausschließlich um Doppel-Wettbewerbe mit zwei Sonderregeln: Das Alter beider Spielpartner muss zusammengerechnet mindestens siebzig Jahre ergeben und es wird nur ein Satz gespielt, der allerdings bis zum 9. Spielgewinn.

 

Die Damen-Konkurrenz bestand aus 14 Paarungen. In einem gutklassigen Finale setzten sich wie schon oft zuvor Petra Neumann/ Sandra Straßburg (SV Empor Grün-Rot Wittenberge) gegen Andrea Schmidt/Heike Terschlüsen (TK Mölln) durch. Den dritten Platz belegten Karin Kretschmar/ Claudia Lehmann (TC Pinnow) nach einem 9:6 im kleinen Finale gegen Heike Aschenkampff/ Cornelia Puhle (TC Bad Wilsnack).

 

Bei den „Herren über 50“ bewarben sich 12 Doppel um die Punkte, Preise und Pokale. Auch hier musste so manches Spiel bei einem ausgeglichenen Stand von 8:8 durch einen Tie-Break entschieden werden. Auf denkbar knappe Weise (9:8) gewannen zum Beispiel Guido Schmidt (TK Mölln) und Jens Zingler (TC Pinnow) ihr Halbfinale gegen die später Drittplatzierten Curt Rackow/Eberhard Schön (TCP). Im Ü 50-Finale mussten sie sich aber den überragend spielenden Torsten Rueß/ Norbert Schwenzer (SV BW 69 Parchim) mit 3:9 geschlagen geben

 

Auch Stefan Kuß und Jens Thamm vom gastgebenden TC Pinnow hätten dort alters- wie leistungsmäßig vorn mitspielen können. Doch sie wollten sich mit jüngeren Spielern im Bereich „Herren unter 50“ messen. Dass sich hier leider nur sechs Teams gemeldet hatten, soll ihrem Gesamtsieg nach einem ungefährdeten 9:0-Finalspiel gegen Martin Korth/Lars Köpcke (TC Brüel) keinen Abbruch tun. Streckenweise gefährlich wurde ihnen zuvor nur das dynamische Spiel der Pinnower Giancarlo Durante/Roman Nachtwey, die schließlich Platz 3 belegten und dafür einen kleinen gläsernen DELLO-Pokal aus den Händen von DELLO-Niederlassungsleiter André Thieß und  Vertriebsleiter Thomas Piskol entgegennehmen konnten. 

 

Derweil bestand der Höhepunkt für die meisten auch in diesem Jahr in der parallel ausgetragenen Mixed-Konkurrenz, für die sich 30 Doppel (Frau/Mann) gemeldet hatten. Einerseits nutzten etliche Ehe- oder Lebenspartner die Chance, sich auch auf dem Tennisplatz gemeinsam „durchzuschlagen“. Andererseits fanden sich auch interessante vereinsüberschreitende Mixed-Kombinationen. Das frühzeitige Ausscheiden der mitfavorisierten Karin Kretschmar/Jens Thamm vom Gastgeberverein gegen die beherzt spielenden Martina Lux-Grella (Schweriner TC)/Curt Rackow (TCP) bescherte der DELLO-Cup-Ausgabe 2017 die wohl größte Sensation. Aus dem sportlich hochklassigen Finale gingen Petra Neumann/Stefan Kuß mit 9:3 gegen die Möllner Andrea Schmidt/Guido Schmidt als Sieger hervor.  Letztere  wären zuvor in ihrem Halbfinale fast noch an Silke Hasselmann/Frank Zuch (TCP) gescheitert, die sich letztlich bei ihrer Mixed-Premiere überraschend auf Platz 3 spielen konnten.

 

Am späten Sonntagsnachmittag bei der Siegerehrung waren sich alle einig:  Auch der 14. DELLO-Cup war wieder ein sportlich-stimmungsvolles Treffen der Tennisfamilie mit treuen Teilnehmern wie neuen Gesichtern. Der Vereinsvorsitzende Jens Zingler richtete zunächst ein großes Dankeschön an die bewährten Turnierleiter Marlies und Manfred Frommholz sowie an die  Firma DELLO, die dem Turnier ihren Namen gibt und übrigens den TC Pinnow abermals mit einer Spende unterstützt, die der Kinder- und Jugendarbeit zu Gute kommen soll. Der Beifall aller war zudem den  Platzwarten Walter Wendland und Rainer Pärisch, Kümmerern wie Willi Sandmann, Ute und Robert Münch, dem gesamten Team des Tennis-Hotels und nicht zuletzt Andreas Lehmköster sicher. Der tauschte für die zwei Turniertage seinen Tennisschläger gegen eine Fotoausrüstung und hielt Impressionen fest.

 

Darunter die Porträts sämtlicher Ansetzungen, und zwar dankenswerter Weise in der Regel vor dem Spiel…Zu sehen sind die über 300 Bilder unter folgender Internetadresse: 

https://1drv.ms/f/s!Aqo_Rq7__Pqapk-ck01Tu2ipvYoH

Und nun? Sind alle Freizeittennisfreunde aus Nah und Fern aufgerufen, sich auch für das Jahr 2018 das zweite August-Wochenende freizuhalten. Dann möchte der TC Pinnow möglichst den 15. DELLO-Cup ausrichten.

 

„Können wir noch weiterspielen?“                                     Kinder- und Jugendtag beim TC Pinnow ein voller Erfolg

Dreißig Kinder und Jugendliche im Alter von 4 – 17 Jahren sowie zahlreiche Eltern und Vereinsmitglieder waren der Einladung des Tennisclubs Pinnow gefolgt, das Schul- und Sportjahr 2016/17 gemeinsam ausklingen zu lassen und dabei einander besser kennenzulernen. Dass dergleichen nirgends besser funktioniert als auf der sonnenbeschienenen Tennisanlage mit  ihren sechs Sandplätzen, sollte sich Nachmittag des 14. Juli rasch erweisen - bei Spiel, Sport und Schwein am Spieß.

Dafür konnte Jugendwartin Silke Hasselmann neben den Nachwuchstrainern Martin Pelach und Walter Wendland auch einige der besten erwachsenen Vereinsspieler gewinnen. Mit den etwas älteren Kindern führten Karin Kretschmar (Landesmeisterin mit den Damen 50 und in der kommenden Saison mit den D 40 in der Oberliga spielend), Jens Thamm und Stefan Kuss (beide vom Oberliga-Team der Herren 50) viele technikbetonte Übungen am Netz durch. Auf Platz 5 stellten sich  Roman Nachtwey und Alexander Zysno aus der Herrenmannschaft TC Pinnow 1 zur Verfügung.  

Während Willi Sandmann (H 50 und H 60) im Bereich der Ballwand eine unermüdliche Gruppe aus Vorschulkindern und jungen Einsteigern mit freudbetonten Koordinations- und Bewegungsübungen und einem Pausen-Eis begeisterte, fand auf Platz 2 die Ballmaschine großen Anklang – auch bei einigen Jugendlichen, die an diesem Tag zum ersten Mal einen Tennisschläger in der Hand hielten. Abwechselnd bedient von Gerd Münch, Uwe Schramm und Robert Münch, konnten die Teenager mithilfe der Ballmaschine das Zurückschlagen von Bällen aus verschiedenen Feldpositionen heraus üben.

Zum Ende der knapp zweistündigen sportlichen Runde trauten sich fünf Zweierpaare, die Erwachsenen zu kurzen Spielen 2 gegen 1 herauszufordern – und das auf den besonders zuschauerfreundlichen Plätzen 1 und 3.  Die Jungs ernteten viel Applaus für ihre Laufbereitschaft und ihren Spielwitz. Zwar führte nicht jeder Ballwechsel zu einem Punktgewinn für sie, wohl aber dazu, dass sich die Erwachsenen auf der anderen Seite des Netzes oft gewaltig strecken mussten.

Für den lukullischen Höhepunkt des Tages sorgte unterdessen sorgte Curt Rackow: Der TC-Pinnow-Spieler mit der Lizenz zum Jagen grillte ein von ihm gestiftetes Wildschwein. Das Essen, zu dessen Gelingen u.a. auch Eberhard Schön, Angelika Thamm, Elena Akopjan sowie das Gaststättenteam um Ute Münch beitrugen, war denn auch als Dankeschön an die jungen Vereinsmitglieder und deren Eltern zu verstehen, die ihren Kindern das Tennisspielen samt Trainerstunden und Wettkampfteilnahme ermöglichen. Die Jugendwartin würdigte dies auch in ihrer launigen Auswertung der nun abgeschlossenen Punktspielsaison, in der die TCP-Mannschaften der U12 und  U14 gute Mittelplätze belegen konnten.

Zudem unterbreitete der TC Pinnow jenen sechs Vereinsmitgliedern ein besonderes Angebot, die das Crivitzer Gymnasiums „Am Sonnenberg“ besuchen und gemeinsam das Tennis-Landesfinale im Schulwettbewerb „Jugend trainiert für Olympia“ gewonnen hatten. Nun dürfen sie im September Mecklenburg-Vorpommern beim Bundesfinale in Berlin vertreten. Die Idee,  über den Sommer hinweg ein vorbereitendes Mannschaftstraining durch Vereinsmitglieder zu bekommen, kam gut an. Die Details werden nun besprochen.

Doch grundsätzlich dürfen, ja sollen sich alle Mädchen und Jungs möglichst auch in den Sommerferien zum Tennisspielen verabreden. Die Pinnower Sandplätze stehen ihnen – wie jedem Vereinsmitglied – ohne weitere Kosten zur Verfügung. Als kleinen Anreiz bekam jeder eine Dose mit vier nagelneuen Tennisbällen nach Hause. Doch viele Kinder wollten nicht warten. Deren meistgestellte Frage lautete denn auch: „Können wir noch weiterspielen?“ Die Antwort hing natürlich auch von den Eltern ab und lautete fast immer „Ja.“  Und so schnappten die Kinder ihre Bälle und spielten bis in den Abend hinein.

Dergleichen schafft Jasmina Nachtwey noch nicht, schließlich ist sie erst vier Jahre alt. Gleichwohl sorgte sie an diesem Tag für einen TCP-Rekord: Sie wurde Vereinsmitglied Nummer 200.    

Silke Hasselmann

 

TC Pinnow holt zwei Landesmeistertitel

Zehn Mannschaften von U 12 bis Herren 65 hatte der Tennisclub Pinnow für die diesjährigen Sommerpunktspiele  gemeldet – so viele wie schon lange nicht mehr. Von Anfang Mai bis Mitte Juli geht es auf den rotbraunen Sandplätzen um bestmögliche Platzierungen in insgesamt drei Spielklassen. Für den TC Pinnow fällt die Bilanz mit zwei Landesmeistertiteln schon jetzt sehr erfreulich aus.

v.l. Rainer Pärisch, Manfred Frommholz, Hans Stellwagen, Norbert Schwenzer, Hartwig Rambow, Eberhard Hölzer, Dieter Dammann, Rolf Finck

In der höchsten Spielklasse des Landes, der Oberliga, beendete zunächst das Team der Herren 65  ungeschlagen ihre Wettkampfsaison. Ob zu Hause oder auswärts – die durch zwei Spieler aus Parchim und Dömitz verstärkten Pinnower gewannen 14 von 16 Einzelmatches und fünf der acht Doppel.

v.l. Karin Kretschmar, Silke Hasselmann, Marlies Frommholz, Barbara Bredefeld, Silke Hartwig auf dem Foto fehlt Elena Akiopjan

Voriges Wochenende zogen die Damen 50 in der Oberliga nach und sicherten sich in einer Art Endspiel mit 5:1 Matchpunkten gegen Blau-Weiß Rostock den Titel. Zuvor hatten die Pinnowerinnen die Teams aus Greifswald und vom favorisierten Schweriner  TC  geschlagen.

Derweil konnte TC Pinnow I (Herren 50) mit einem dritten Staffelplatz den im Vorjahr erkämpften Aufstieg in die Oberliga bestätigen. TC Pinnow II hingegen stemmt sich noch gegen den drohenden Abstieg aus der Verbands- in die Bereichsliga. Die Entscheidung darüber fällt am Samstag in Rostock. Hingegen können die Damen 40 in Greifswald bei ihrem fünften und letzten Spiel ihre bislang makellose Punktebilanz mit dem Aufstieg in die Oberliga krönen.

 

Auch die beiden Nachwuchsmannschaften schlugen sich achtbar. Die Jungs der U 14 schauen auf zwei Siege und zwei Niederlagen zurück – Platz 3 in ihrer Spielklasse. Die U 12 liegt vor ihrem siebten und letzten Spiel auf Platz vier, muss aber am Sonntag gegen den Tabellenersten Stralsund antreten.

 

Silke Hasselmann

"Wir fahren nach Berlin"

Tennis-Landesausscheid: Crivitzer Gymnasium vertritt M-V bei `Jugend Trainiert  Für Olympia`

v.l. Heike Böttcher, Tobias Papke, Linus Hagge, Lorenz Gensel, Hubertus Herzer, Jonas Hagge, auf dem Bild fehlt Jakob Hebert

Acht Einzel- und zwei Doppel-Partien lagen bereits hinter den Siebt- und Achtklässlern vom Crivitzer Gymnasium "Am Sonnenberg", als klar war: Das Bundesfinale des weltweit größten Schulsportwettbewerbes muss kein Traum bleiben. Denn gerade hatten sie beim Tennis-Landesfinale von Mecklenburg-Vorpommern in Rostock vier von sechs Spielen gegen das "Ostseegymnasium Greifswald" gewonnen. Nun lagen die Crivitzer nach ihren vier Einzelpartien gegen die "CJD Christophorusschule Rostock" mit 3:1 in Führung und mussten folglich nur noch eines der beiden abschließenden Doppel siegreich gestalten.

Und tatsächlich: Zunächst schickten Hubertus Herzer und Lorenz Gensel die Rostocker mit einem klaren 9:4-Satzsieg vom Platz. Etwas länger dauerte die Partie der zeitgleich aufschlagenden Brüder Jonas und Linus Hagge. Doch sie machten schließlich den Mannschaftserfolg mit einem 9:5-Sieg gegen Rostock perfekt. "Cool - ein paar Tage schulfrei; danke Martin!" freuten sich auch Jakob Hebert und Tobias Papke, die mit dazu beigetragen hatten, dass ihr Team die Fahrkarte nach Berlin lösen kann. Ihr Dank gilt ihrem Trainer vom Tennisclub Pinnow, wo alle sechs Crivitzer Gymnasiasten seit einigen Jahren spielen.

Nun fehlt nur noch die offizielle Zustimmung des Schuldirektors, denn das Sommerfinale von "Jugend Trainiert Für Olympia" findet vom 17.-21. September statt und damit zu Beginn des neuen Schuljahres. Wie schon bei den landesinternen Qualifikationsrunden unterstützt das Landesbildungsministerium auch dann alle Schulsportmannschaften, die Mecklenburg-Vorpommern in den jeweiligen Sportarten vertreten werden - von Beachvolleyball bis Triathlon. Die Crivitzer haben übrigens mit den Leichtathleten  ein weiteres Eisen im Feuer. Sie konnten sich für das Landesfinale qualifizieren, das kommende Woche in Rostock ausgetragen wird.
 

Aufschlag zum Generationswechsel im Vereinsvorstand

Wie immer, wenn er offiziell über die Vorjahresaktivitäten des TC Pinnow berichten sollte, machte Manfred Frommholz auch bei der Mitgliederversammlung 2017 nicht übermäßig viele Worte.  Doch eines war anders als sonst:  Der seit dem Mai pensionierte 65jährige gestattete sich einen kurzen gedanklichen Ritt durch die Jahre seit 1995. Damals war der Tennisclub unter wesentlicher Initiative der Neu-Pinnower  „Manni“ und Marlies Frommholz gegründet worden. Als Vorsitzender bzw. als Jugendwartin prägten beide fortan einen Verein, der auch in problematischen Zeiten ohne existenzgefährdende Mitgliederverluste, Schieflagen, gar Zerwürfnisse auskam.  Im Gegenteil: In Pinnow steht noch immer der Spaß am Spiel- und Wettkampfbetrieb an erster Stelle –  und das bei derzeit knapp 200 Mitgliedern, rund die Hälfte davon Kinder und Jugendliche.

Derweil hatte es einen Grund, dass Manni Frommholz etwas weiter zurückblickte als nur auf das offizielle Berichtsjahr 2016:  Er und seine Frau ziehen zurück nach Nordrhein-Westfalen. Seine Aufgabe im Vorstand des Tennisverbandes Mecklenburg-Vorpommern, wo er u.a. für den Breiten- und Schulsport zuständig ist, wolle er auch noch in den kommenden zwei Jahren wahrnehmen, erklärte Manfred Frommholz. Doch zur turnusgemäßen Wahl des künftigen Vereinsvorstandes traten er und seine Frau Marlies nicht mehr an, was fast zwangsläufig einen Generationswechsel zur Folge hatte.

Von den anwesenden Mitgliedern jeweils ohne Gegenstimme gewählt wurden: Jens  Zingler (Vorsitzender), Willi Sandmann (Stellvertreter), Helge Kiecksee (Schatzmeister), David Bähr (Sportwart), Silke Hasselmann (Jugendwartin), Uwe Schramm (Wettkampf- und Turnierleitung),  Gerd Münch (Breitensportwart), Rainer Pärisch (techn. Leiter) und Curt Rackow (Beisitzer). Auch der neue Vorstand des wirtschaftlich gesunden Tennisvereins betrachtet es als seine wichtigsten Aufgaben, Mitglieder zu werben, zu halten und einen florierenden Spielbetrag auf den sechs Sand-  und im Winter vier Hallenplätzen zu sichern. Entscheidungen sollen transparent sein.

Übrigens: Allein mit riesigen Präsentkörben als Dank für 20 Jahre teils aufopferungsvoller Vereinstätigkeit wollten die Pinnower Tennisfreunde die Frommholzens natürlich nicht davon kommen lassen. Vielmehr änderten sie ihre Satzung und ernannten die beiden zu ihrem Ehrenpräsidenten bzw. zum Ehrenvorstandsmitglied.  Ein herzlicher  Dank galt zudem den aus dem Vorstand ausscheidenden Walter Wendland, Burhard Loer und Dr. Klaus Beckers.

 

Silke Hasselmann

 

Jens Zingler, Manfred Frommholz, Marlies Frommholz, Wilfried Sandmann
Wilfried Sandmann, Walter Wendland, Jens Zingler, Marlies Frommholz
Mitgliederversammlung

Gemischtes Tennisdoppel aus Pinnow holt Landestitel gegen TV Zinnowitz

In der Winter-Vorrunde der Staffel B als einzige der sechs Mannschaften ohne Niederlage geblieben, konnten sich die beiden Mixed-Paare des TC Pinnow 1 souverän für das Endspiel um den Landesmeistertitel in der Altersklasse Senioren 40 qualifizieren. Dabei stach in den Einzel-Konkurrenzen Stefan Kuß hervor, der nur eine seiner Partien verloren geben musste. Ob es ansonsten gegen die beiden Teams von Blau-Weiß Rostock oder gegen Warnemünde, Wismar und TC Pinnow 2 ging – mit neun Siegen in den zehn gemischten Doppel-Spielen demonstrierte Pinnow 1 nahezu perfekt die sprichwörtliche geschlossene Mannschaftsleistung. Die konnte nun auch beim Landesfinale in heimischer Halle gegen den Sieger der Staffel A erfolgreich abgerufen werden. Nachdem sich die Gäste vom Tennisverein Zinnowitz bereits in drei der vier Einzelpartien geschlagen geben mussten, konnte Pinnow auch die beiden abschließenden Mixed-Partien ohne einen Satzverlust für sich gestalten.

Gesamtergebnis:

TC Pinnow 1 – TV Zinnowitz: 5:1

Einzel:
Claudia Lehmann (LK 14) – Catrin Lindhorst (LK 15): 6:4; 6:2
Karin Kretschmar (LK 19) – Yvonne Diedrich (LK 15): 6:4; 6:3
Jens Thamm (LK 10) – Jens Diedrich (LK 10) : 3:6; 6:7
Stefan Kuß (LK 12) – Frank Schröder (LK 21) : 6:0; 6:0

Mixed-Doppel:
Claudia Lehmann/ Stefan Kuß - Catrin Lindhorst/Jens Diederich: 6:4; 6:4
Karin Kretschmar/ Jens Thamm - Yvonne Diedrich/ Andreas John: 6:2; 6:1