Silber für MV-Tennisteam beim Hanse-Cup 2018

Ob in Mecklenburg-Vorpommern oder Bremen, ob in Schleswig-Holstein oder Hamburg – überall hat wieder der Schulalltag begonnen. Umso mehr konnten rund 25 Schülerinnen und Schüler das vorige Wochenende in Pinnow genießen, wo sie sich zum 15. Hanse Cup der norddeutschen Schulen trafen und noch einmal so etwas wie Sommerferienstimmung erlebten.

In diesem Jahr oblag es dem Tennislandesverband M-V, dieses beliebte Turnier für 12- bis 15jährige Schüler auszurichten. Als gastgebender Ausrichter wurde der TC Pinnow gewonnen, der seine sechs Sandplätze bestens präpariert zur Verfügung stellte.  Traditionell sollen vor allem jene Schulmannschaften den „Hanse Cup“ ausspielen, die bei den Landesausscheiden als Zweitplatzierte die Qualifikation für den in Berlin stattfindenden Bundeswettbewerb „Jugend trainiert für Olympia“  verpasst haben.  In Mecklenburg-Vorpommern waren das in diesem Jahr die Mädchen der CJD Christophorusschule Rostock, die beim TC Blau-Weiß Rostock trainieren, sowie die Jungs des Gymnasiums „Am Sonnenberg“ Crivitz – allesamt vom TC Pinnow.

Im Halbfinale traf die nunmehr gemeinsame MV-Mannschaft  auf Schleswig-Holstein. Die Zwischenbilanz nach den drei Einzelbegegnungen der Mädchen: 2:1 für M-V.  Dabei setzten sich Julia Konradi nach einem sehr knappen ersten Satz mit 7:6, 6:1 und Cora Brosch ungefährdet (6:1, 6:1) durch. Bei den Jungs verletzte sich der an 1 gesetzte Patrick Henze bei dem hoffnungsvollen Spielstand von 6:1, 1:1 und gab wenig auf. Linus Hagge unterlag derweil 3:6, 1:6, während der mutig spielende Tobias Papke (6:0, 6:4) einen weiteren Siegpunkt auf das MV-Konto buchen konnte. Vor der  abschließenden Doppel-Runde stand es folglich 3:3. Das Team M-V musste wenigstens zwei der drei möglichen Punkte holen, um ins Finale zu ziehen – und tat das in begeisternder Weise. Das Mädchendoppel J. Konradi/C. Brosch gewann in 6:3, 6:3. Das Mixed-Doppel konnte die stark aufgestellten Gegner wenig ausrichten (1:6, 3:6). Den entscheidenden  Punkt zum 5:5 erkämpfte das Jungs-Doppel L. Hagge/ T. Papke mit einem überzeugenden 6:2, 6:0.

Am Sonntag unterlag Schleswig-Holstein im kleinen Finale um Platz 3 dem Team aus Bremen (3:6), das nur mit einem Mädchen angereist war und dem spontan Spielerinnen aus Wismar, Pinnow und Rostock aushalfen.  

Im Finale traf M-V auf die Hamburger, die sich zuvor 9:0 gegen Bremen durchgesetzt  und an jeder Position klar gemacht hatten, dass sie eine bis zwei Klassen besser sind als die Konkurrenz. Immerhin erspielte die Rostockerin Cora Brosch (6:1, 6:2) einen Punkt für das Tennisteam M-V, während vor allem die Crivitzer Jungs ihre Spiele mit so manchen spektakulären Ballwechseln  als Lehrstunde und Ansporn für die Zukunft verbuchten. Ihr Ziel 2019: das Bundesfinale in Berlin, zumindest der Hanse Cup 2019 – dann in Hamburg.

 

                                                                           Silke Hasselmann, Jugendwartin TC Pinnow

 

Spielspaß im Doppelpack: 15. DELLO-Cup des TCP

Bei vielen Freizeitspielern fest im Terminkalender verankert, verbuchte der nunmehr 15. DELLO-Cup des Tennisclubs Pinnow wieder mehr als  70 Meldungen aus Nah und Fern. Damit bleibt er das größte Doppelturnier von Mecklenburg-Vorpommern. Angereist waren unter anderem Tennisfreunde aus Bad Wilsnack, Greifswald, Mühl Rosin, Barsbüttel, Mölln, Schwerin, Zinnowitz und Parchim. Doch die größte und beim Ausspielen eines langen Satzes sportlich erfolgreichste Reisegruppe kam wieder einmal aus  Wittenberge.

 

Petra Neumann (Leistungsklasse 8) konnte ihre beiden im Vorjahr erspielten Siegestrophäen verteidigen. Gemeinsam mit Vereinskollegin Sandra Straßburg gewann sie zunächst die Damen-Doppelkonkurrenz, für die sich 15 Paare angemeldet hatten.

Wenig später konnte die Wittenbergerin auch das Finale im Doppel Mixed siegreich gestalten. Für diese beliebte Konkurrenz hatten 31 gemischte Paare gemeldet. Bei dem traditionellen Höhepunkt des zweitägigen Turniers ergänzten sich Petra Neumann und Stefan Kuß (LK 9) vom heimischen TC Pinnow  derart gut, dass sie ihren Finalgegnern Claudia Lehmann (TCP) und Michael Farnow (TC RW Wismar) nur anfangs eine Chance ließen, am Ende aber klar mit 9:2 gewannen

 

Die beiden Männer hatten sich bereits unmittelbar zuvor in einem anderen Finale gegenüber gestanden -  mit umgekehrtem Ausgang. In dem letzten und streckenweise hochklassigen Doppel der über fünfzigjährigen Herren behielten der Wismarer Hartmut Gutzeit (LK 13) und der technisch überragend und überaus fair spielende Publikumsliebling Michael Farnow (LK 11) die Oberhand über die beherzt kämpfenden Pinnower Stefan Kuß und Frank Zuch (LK 16).

 

In der dritten Konkurrenz des vom Schweriner Autohaus DELLO unterstützten Turniers durften die mitspielenden Herren jünger als fünfzig Jahre sein. In der Summe mussten die Partner jedoch - wie bei den Damen und im Mixed auch - auf mindestens 70 Lebensjahre kommen. Hier traten letztlich nur vier Doppel an, die jedoch allesamt guten Tennissport zeigten. In dem Spielmodus „Jeder gegen Jeden“ standen sich in der letzten Partie die zuvor ungeschlagenen gebliebenen Roman Nachtwey (TCP)/ Gianluca Durante (TCP) und Jörg Freudenberg (TC Neuenkirchen)/ Dmitrij Lyubchenko (ISC Schweriner Seenland) gegenüber. Mit einem 8:5-Vorsprung nur noch ein Spiel vom Siegerpokal entfernt, konnten die erst seit wenigen Jahren Tennis spielenden Pinnower mehrere Matchbälle nicht verwandeln. Den entscheidenden Tiebreak beim Stand von 8:8 konnte das erfahrenere Doppel  für sich entscheiden.

 

Während die Partien am ersten Tag bei unerwartet kühlen Temperaturen stattfanden und zeitweise sehr böiger Wind so manchen Ball unkalkulierbar werden ließ, zeigte sich am zweiten Tag wieder die Sonne. Die Tennisfreunde fanden sechs perfekt vorbereitete Sandplätze, viele Sachpreise und eine wie immer engagierte Turnierleitung durch Marlies und Manfred Frommholz vor, die dem DELLO-Cup erfreulicherweise auch nach ihrem Wegzug aus Pinnow treu bleiben.  Kein Wunder, dass sich die meisten schon jetzt  das zweite August-Wochenende für das 16. DELLO-Doppelturnier 2019 in Pinnow freihalten.

                                                                                                      Silke Hasselmann

 

Familienturnier: Ein voller Erfolg

Ein paar Stunden lang im Familienteam den Spielspaß auf dem Tennisplatz teilen – das war die Grundidee für unser Kind-Eltern-Turnier am 17. Februar. Dabei war der Begriff „Eltern“ weit gefasst.

 

So meldete sich Hartwig Rambow mit seiner Enkelin Sarah, um ins Großfeld-Geschehen einzugreifen. Sarah wiederum ergänzte das Kleinfeld-Team Rambow mit Bruder Max.  Ebenfalls als die große Schwester trat Catherina Herzer mit Hubertus an, während Paul Hagge mit seinem jüngeren Bruder Jonas auflief.

 

In klassischer Kind-Eltern-Aufstellung dabei:  Team Boenigk (Lucas /Olaf), Team Ogilvie (Martin/ Tom), Team Hagemann (Paul/ Stephan) sowie Team Gensel (Lorenz/ Christian).  Zudem streute Familie Hagge ihre Spaß- und Erfolgsaussichten, indem sie mit Mutter Karin und dem jüngsten Sohn Linus ein zweites Feuer ins Eisen hielt. Es sollte sich auszahlen.

 

Doch zunächst begrüßte Jugendwartin Silke Hasselmann die insgesamt 9 Familienteams und erklärte die Regeln:  Auf dem Kleinfeld wurden zwei Sätze bis jeweils zum 15. Punkt ausgespielt. Auf dem Großfeld ging es um zwei verkürzte Gewinnsätze (4 Gewinnspiele) plus Match-Tiebreak wenn nötig.  Beim Stand von 40:40 entschied der nächste Ballwechsel den Punkt.

 

Anschließend gestaltete Willi Sandmann ein professionelles Aufwärm-Programm, das auch die Erwachsenen durchhielten…

 

Wegen mehrerer krankheitsbedingter Absagen trafen sich auf dem Kleinfeld mit Ogilvie - Rambow nur zwei  Doppel. Sie spielten ausführlich mit- und dann in einem Hin- und Rückspiel auch gegeneinander, wobei Max und Sarah gewannen.

 

Im Großfeldfinale trafen die jeweils ungeschlagenen Sieger der beiden Vorrunden aufeinander. In dem engen und technisch teils hochkarätigen Spiel setzten sich Linus und Karin „das Aufschlagmonster“ Hagge gegen Paul und Stephan Hagemann durch, die ihrerseits bis zum letzten Punkt kämpften.  

 

Im kleinen Finale ließen die von Spiel zu Spiel sicherer werdenden Brüder Hagge dem Team Boenigk wenig Chancen, das sich  gleichwohl zufrieden mit zeigten, einen Sieg in der Vorrunde erspielt zu haben. 

 

Das Team Gensel wiederum belegte trotz guter Spiele letztlich den Schlußplatz im Tennis. Doch bei den beiden Athletik- und Koordinationsübungen, denen sich nebenher alle Mannschaften unter Anleitung von Willi Sandmann unterzogen hatten, erzielten Lorenz und Vater Christian die besten Werte!

 

Letztlich nahm jede Mannschaft  Preisgeld in Form goldener  Schokoladen-Euros nach Hause, dazu eine Balldose, einen weiteren Sachpreis,  den die jungen Spieler(innen) aus einem breiten Sportartikelangebot wählen konnten. Vor allem aber hatten wir alle fünf Stunden gemeinsam Spaß am Tennisspiel in Familie und Verein. Danke dafür auch an die Schiedsrichter Rainer Pärisch, Jens Zingler und David Bähr sowie an die diensthabenden Kollegen der Tennishalle/ Küche!

 

                                                                    Silke Hasselmann, Jugendwartin TCP